Das sind die größten Tsunamis die auf Kamera festgehalten wurden

groesste-tsunamis

Das Wort Tsunami ist japanisch und bedeutet übersetzt so viel wie Hafenwelle. Gemeint ist aber eigentlich eine Abfolge besonders langer Wasserwellen, die sich über große Entfernungen ausbreiten können und dabei sehr viel Wasser verschieben. Dabei entstehen Tsunamis infolge plötzlicher Wasserverdrängungen wie unterseeischen Erdbeben oder bei der Verschiebung von Teilen des Ozeanbodens.

Die Folgen für die betroffene Bevölkerung sind jedoch immer die Selben. Zerstörungen die den Tod, Krankheiten und Hungersnöte nach sich ziehen. Hier sind 5 der größten Tsunamis an die auf Kamera festgehalten wurden.

Sumatra-Andamanen-Beben

Sumatra-Andamanen-Beben

Auf Platz Nummer 1 steht das Sumatra-Andamanen-Beben aus dem Jahre 2004. Er wird auch oft als Weihnachts-Tsunami bezeichnet, da er sich am Sonntag Morgen des 26. Dezembers ereignete.

Auslöser war ein starkes Unterwassererdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra im Indischen Ozean.

Vor Sumatra schiebt sich die Indisch-Australische Platte in einer ca. 1000km langen Bruchzone etwa 33mm pro Jahr unter die Eurasische Platte. Die Spannungen die sich so im Laufe der Zeit aufbauten, entluden sich an diesem Tag schlagartig mit einem Erdbeben der Stärke 9,1 und lösten so eine Reihe von verheerenden Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans aus.

Neben Indonesien waren vor allem die Länder Indien, Bangladesch, Malaysia, die Malediven, Myanmar, Singapur, Sri Lanka und Thailand betroffen. Insgesamt verloren etwa 230.000 Menschen ihr Leben und über 110.000 wurden verletzt.

Tōhoku-Beben

Tohoku-Beben

Am 11. März 2011 um 14.46 Uhr Ortszeit ereignete sich ein großes Seebeben vor der Sanriku-Küste der japanischen Region Tōhoku. Das Epizentrum lag etwa 370km nordöstlich von Tokio.

Das Tōhoku-Beben löste Tsunami-Flutwellen aus, die eine Fläche von über 500km2 der japanischen Pazifikküste überfluteten.

Die Opferzahl kletterte auf über 22.000 Menschen und über 470.000 Menschen mussten evakuiert und in Notunterkünften untergebracht werden. Der finanzielle Schaden wird auf ca. 200 Milliarden Dollar geschätzt. Damit ist es die teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten. Eine weitere Folge dieses Tsunamis war das Unglück im Kernkraftwerk von Fukushima.

Chile-Tsunami

chile-erdbeben

Am 27. Februar 2010 ereignete sich in Chile vor der Küste der Region Maule ein Megathrust-Erdbeben der Stufe 8,8. Dem Beben folgte ein Tsunami der weite Küstenstriche der Region traf. In den Folgetagen ereigneten sich weitere Mittelstarke bis starke Nachbeben. Insgesamt verloren 521 Menschen ihr Leben und 12.000 wurden verletzt.

Krakatau

krakatau

Vom nächsten Tsunami gibt es zwar keine Filmaufnahmen, trotzdem darf er in dieser Liste nicht fehlen, denn er gilt bis heute als eine der gewaltigsten Explosionen der Neuzeit. Am 27. August 1883 brach der Krakatau Vulkan in der Sundastraße zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java aus. Die gewaltige Eruption zerstörte die Insel Krakatau dabei fast völlig.

Der Tsunami der infolge des Ausbruchs ausgelöst wurde, kostete 36.000 Menschen das Leben.

Die Flutwelle wurde selbst in Europa noch registriert. Das Geräusch das bei dem Ausbruch entstand gilt mit 320 dB als das lauteste in der Geschichte der Menschheit. Der Donner der Eruption breitete sich über 4 Stunden lang aus und deckte dabei rund 8 Prozent der gesamten Erdoberfläche ab.

Papua-Neuguinea

Papua-Neuguinea

Der letzte Tsunami dieses Videos ereignete sich am 17. Juli 1998 vor der Küste Papua-Neuguineas. Auch hier war der Auslöser ein Erdbeben. Diesmal mit einer Magnitude von 7,1. Der schwere Tsunami der infolge dessen die Nordostküste der Insel traf, verwüstete unter andrem die Dörfer Sissano, Warupu, Arop und Malol und forderte 2200 Todesopfer.

Video zum Artikel auf Marvs Lifestyle Channel

Quellenangabe

Die nachfolgenden Quellen beziehen sich auf den Artikel und das folgende Youtube-Video: https://youtu.be/bLFlpMSjx9w

  • 01:07 Von Manfred Werner - Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33590
  • 01:18 Von Animation fournie par Vasily V. Titov, Sous-directeur du Service de Cartographie des Raz de marée et Inondations (TIME) du NOAA, aux USA - NOAA, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=284196
  • 04:57 Von www2.demis.nl, Uploader User:Heinz-Josef Lücking - http://www2.demis.nl/quakes/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14546462
  • 07:28 Von Jorge Barrios - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9617892
  • 07:34 Von Tropenmuseum, part of the National Museum of World Cultures, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8598067
  • 07:42 Von Lithograph: Parker & Coward, Britain; - Image published as Plate 1 in The eruption of Krakatoa, and subsequent phenomena. Report of the Krakatoa Committee of the Royal Society (London, Trubner & Co., 1888)., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7696837
  • Bild- und Videomaterial von Pixabay.de
Gefällt Dir diese Seite? Jetzt teilen: