Die 10 gefährlichsten und besten Hacker aller Zeiten

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Hacking kostet Unternehmen jedes Jahr Millionen Euros und die Häufigkeit von Cyberattacken nimmt immer weiter zu. Ein Grund dafür ist der, dass im Internet immer mehr Tools verbreitet werden, die das Hacken erleichtern. Aber die Verbreitung des Hackens geschah nicht über Nacht. Sie setzt die Arbeit einiger berüchtigter Hacker voraus, die kritische Schwachstellen offenlegen und damit die Grundlage schaffen. Heute schauen wir uns die gefährlichsten Hacker aller Zeiten an.

Kevin Mitnick

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Kevin Mitnick wurde als „der König der Hacker“ bekannt und benutzte Nicknames wie Condor und Darkside-Hacker.

Er entdeckt bereits in seiner Jugend, der späten 70er Jahre, seine Leidenschaft für Codes und begann seine Fähigkeiten auszunutzen, indem er das Los Angeles Bus-Transfersystem austrickste um kostenlos von A nach B zu kommen.

Doch das entfachte nur seine Leidenschaft fürs Hacken und er begann sich in namhafte Unternehmen wie Nokia, Motorola und IBM zu hacken.

Als Mitglied der sogenannten Roscoe Gang soll mehrere hundert Male in das Netzwerk des Pentagons der USA und einige Male in das der NSA eingedrungen sein. Dort stahl er Millionen Dollar wertvolle Informationen. Das ließ ihn zeitweise zum meist-gesuchtesten Cyberkriminellen der Welt werden.

Im Jahre 1995 wurde er vom FBI verhaftet, inhaftiert und erst nach fünf Jahren, im Jahre 2000, wieder aus der Haft entlassen. Als Bewährungsauflage ordneten die Richter ein dreijähriges Benutzungsverbot von EDV-System an. Die Staatsanwaltschaft begründete diese Maßnahme mit den Worten: „Mitnick könnte einen Nuklearkrieg starten, indem er ins Telefon pfeift“.

Heutzutage ist Midnick als Autor und Sicherheitsberater aktiv und berät Firmen wie sie Sicherheitslücken schließen können.

Mathew Bevan und Richard Price

Mathew Bevan und Richard Price

Matthew Bevan und Richard Price bildeten zusammen ein gefährliches britisches Hackerduo namens „Datastream Cowboys“. Sie begannen im Jahre 1994 mit dem Angriff auf das Pentagon und attackierten das Netzwerk mehrere Wochen lang, wobei sie mehrere Schlachtfeldsimulationen stahlen. Außerdem fingen sie an Nachrichten von US-Amerikanischen Agenten abzufangen, die in Nordkorea stationiert waren. Darunter befanden sich unter anderem sensible Informationen zu einer koreanischen Atomanlage.

Das war so unglaublich alarmierend für die USA, weil Bevan und Price amerikanische Systeme nutzten um koreanische Systeme zu infiltrieren. Das hätte beinahe zu einem internationalen Vorfall geführt und laut dem Aufsichtsspezialisten Jim Christy, der zu dieser Zeit für das Air Force Office of Special Investigations arbeitete, "fast einen dritten Weltkrieg" ausgelöst.

Anonymous

Anonymous

Wahrscheinlich hast du schon von der berüchtigten hacktivistischen Gruppe Anonymous gehört. Sie bestehen aus einer unbekannten Anzahl von hauptsächlich politisch motivierten Hackern, die sich im Jahre 2003 aus der Plattform 4chan.org formierten. Ihre selbst-erklärten Hauptziele sind dabei die Freiheit des Internets, soziale Gerechtigkeit und die Transparenz der Gesetze zu gewährleisten.

Sie haben bereits die chinesische Regierung, den Vatikan, das FBI, Scientology und die CIA angegriffen und dabei viele brisante Dokumente veröffentlicht. Auch politisch motivierte Websites sind beliebte Ziele dieser Gruppe.

Sie reagierten beispielsweise auf Tragödien wie Charlie Hebdo, Michael Brown und auf Personen die mit dem Ku-Klux-Klan in Verbindung stehen.

Im Unterschied zu vielen anderen Hackern sind die Ziele von Anonymous nicht finanzieller Natur, sondern eher ideologisch motiviert.

Gary Mc Kinnon

McKinnon

Gary McKinnon infiltrierte in nur einem Jahr, dem Jahre 2001, über 97 US-Militär- und NASA-Server. Das Rechnernetz umfasste Computer der Army, Air Force, Navy, des US-Verteidigungsministeriums und der NASA. Dabei löschte er sensible Daten und Software und verursachte der US-Regierung einen Schaden von über 900.000 USD für die Wiederherstellung.

McKinnon, der unter dem Pseudonym „Solo“ bekannt wurde, verspottete das Militär, indem er die Worte: „Ihr Sicherheitssystem ist Mist. Ich bin Solo“ postete.

Es stellte sich heraus, dass McKinnon nicht auf der Suche nach Informationen war, die er hätte verkaufen können. Stattdessen suchte er nach Akten mit Hinweisen auf außerirdisches Leben. Nach eigenen Aussagen wurde er fündig.

Kevin Poulsen

Kevin-Poulsen

Poulsen war erst 17 Jahre alt, als er sich unter dem Alias „Dark Dante“ ins Netzwerk des Pentagons hackte. Er konnte von den Behörden ziemlich schnell dingfest gemacht werden. Diese entschieden jedoch ihn aufgrund seines jungen Alters laufen zu lassen.

Das war vielleicht nicht die beste Entscheidung aus sich der Behörden, denn nur fünf Jahre später, im Jahre 1988, hackte er erneut einen staatlichen Computer, auf dem er sich vor allem für die Daten des abgesetzten Philippinischen Königs Ferdinand Marcos interessierte. Die Behörden kamen ihm erneut auf die Schliche und Poulsen versteckte sich im Untergrund. Dort hackte er munter weiter und deckte eine Reihe von Regierungsgeheimnissen auf.

Laut eigenen Aussagen hackte er im Jahre 1990 den Wettbewerb eines Radiosenders und sorgte so dafür, dass er einen brandneuen Porsche, einen Urlaub und 20.000 USD gewann.

Sein Glück hielt jedoch nicht lange an, denn er wurde kurz darauf inhaftiert. Nach seiner Entlassung durfte er 3 Jahre lang keinen Computer mehr benutzen. Heute arbeitet Poulsen als Journalist im Bereich der Computersicherheit und ist leitender Redakteur eines Magazins.

Jonathan James

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Jonathan James hackte sich bereits mit 15 Jahren unter dem Alias „c0mrade“ in verschiedene Firmennetzwerke. Große Aufmerksamkeit erregte er jedoch erst, als er die Computer des amerikanischen Verteidigungsministeriums hackte und so an über 3000 Nachrichten, Benutzernamen, Passwörter und andere vertrauliche Daten von Regierungsmitarbeitern gelangte.

Er selbst sagte später, dass seine Taten durch das Buch „Kuckucksei“ inspiriert worden sein. Dieses Buch handelt von der Jagd auf einen Computerhacker in den 80er Jahren.

Als James im Jahre 2000 festgenommen und für sechs Monate inhaftiert wurde, war er die jüngste Person die jemals für Cyberkriminalität verurteilt wurde.

Im Jahre 2007 wurde ein großes Kaufhaus namens TJX gehackt und viele private Kundeninformationen gestohlen. Trotz fehlender Beweise, beschuldigten die Strafverfolgungsbehörden Jonathan hierbei beteiligt gewesen zu sein.

Daraufhin erschoss er sich am 18. Mai 2008 in seiner Dusche. In seinem Abschiedsbrief standen die Worte: „Ich habe kein Vertrauen in unser ‚Rechtssystem‘. Vielleicht senden meine heutigen Taten und dieser Abschiedsbrief ein stärkeres Signal an die Öffentlichkeit. Ich habe jedenfalls die Kontrolle über diese Situation verloren und das hier ist meine einzige Möglichkeit, die Kontrolle zurückzuerlangen.“

Michael Calce

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Im Jahre 2000 entdeckte Calce im Alter von nur 15 Jahren wie er Universitätscomputer übernehmen und dessen Ressourcen kombinieren konnte. Mit DdoS-Attacken griff er dann die damals führende Suchmaschine Yahoo an und sorgte auch bei anderen großen Unternehmen wie eBay, Amazon, Dell und CNN für Server-Ausfälle.

Die Tatsache, dass ein 15 jähriger dazu in der Lage war die Webseiten von milliardenschweren Unternehmen auszuschalten, ließ viele Investoren an der Sicherheit von Online-Daten zweifeln. Heute kann man sagen dass seine Hacks dazu führten, dass die Bekämpfung der Cyberkriminalität plötzlich in den Hauptfokus der Regierungen rutschte.

Albert Gonzalez

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Gonzalez Anfänge liegen in seiner Highschool in Miami. Dort war er als „unruhiger Anführer einer Gruppe von Computernerds“ bekannt. Nach seiner Highschoolzeit wurde er Mitglied der kriminellen und kommerziellen Seite „Shadowcrew.com“. Dort machte er sich schnell einen Namen als bester Hacker, bevor er dann schließlich im Alter von 22 Jahren für millionenfachen Kreditkartenbetrug und Datendiebstahl verhaftet wurde. Um dem Gefängnis zu entgehen, arbeitete er als Informant für den Secret Service und lieferte dutzende seiner Shadowcrew-Mitglieder aus.

Trotz seiner Tätigkeit als bezahlter Informant, führte Gonzales gemeinsam mit einer Gruppe Verbündeter seine kriminellen Aktivitäten fort und stahl mehr als 180 Millionen Kartenkonten.

Dabei erstelle er und sein Team, mittels SQL-Injection, Backdoors in verschiedene Unternehmensnetzwerke und stahlen so alleine von TJX ca. 256 Millionen USD. Im Jahre 2015 wurde er verurteilt und das Ausmaß seiner Betrügereien als unübertroffen bezeichnet.

Adrian Lamo

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Adrian Lamo wurde auch als „Homeless-Hacker“, also als obdachloser Hacker bezeichnet, da er häufig nur mit einem Rucksack unterwegs war.

Er nutzte bereits als 20 Jähriger im Jahre 2001 ein ungeschütztes Content-Management-Tool von Yahoo, um ein falsches Zitat des früheren Staatsanwaltes John Ashcroft, einem Reuters-Artikel hinzuzufügen.

Dabei ging Lamo meistens so vor, dass er nach seinen Hacks, die Opfer und die Presse benachrichtigte und teilweise sogar dabei half, den verursachten Schaden wieder zu reparieren. Damit trug er eigentlich zu Sicherheitsoptimierung der Firmennetzwerke bei. Im Jahre 2002 ging er jedoch zu weit, als er sich in das Intranet der New York Times hackte und sich dort als Experte hinzufügte. Das versetzte ihn in die Lage, verschiedene Forschungen zu wichtigen Persönlichkeiten anzustellen.

Im Jahre 2010 wurde beim 29 jährigen Lamo das Asperger Syndrom diagnostiziert. Experten gehen davon aus, dass die Krankheit Lamo den Einstieg in die Welt des Hackens ebnete. Das Asperger-Syndrom ist in der Hackercommunity sehr weit verbreitet.

Astra

Astra

Astra ist der weniger bekannte Nickname eines berüchtigten Hackers, der Mitte der 2000er Jahre ein halbes Jahrzehnt damit verbracht hat, hochkarätige Daten und Waffentechnologiesoftware der Dassault Group zu stehlen. Diese verkaufte er an über 250 Menschen und Organisationen in Brasilien, Südafrika, dem mittleren Osten und in den Rest der Welt. Es ist unbekannt wie viel Geld er damit verdiente. Was jedoch bekannt ist ist der finanzielle Schaden der dabei Entstand. Er wird auf 250-360 Millionen USD geschätzt.

Die Identität von Astra wurde jedoch, im Gegensatz zu den andren Hackern, niemals veröffentlicht. Gerüchten zu Folge, soll ein 58-jähriger griechischer Mathematiker hinter dem Nickname stecken, der im Jahre 2008 von einer griechischen Strafverfolgungsbehörden festgenommen wurde und zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Irgendwo im Nirgendwo.

 

Das waren einige der gefährlichsten Hacker der aller Zeiten. Obwohl wahrscheinlich die besten Hacker jene sind, die niemals geschnappt werden.

Video zum Artikel auf Marvs Lifestyle Channel

Quellenangabe

Die nachfolgenden Quellen beziehen sich auf den Artikel und das folgende Youtube-Video: https://youtu.be/4Z-ykvnE_ng

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