Die schrecklichsten Schwimmbecken der Welt – Ertrinken leicht gemacht

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Es gibt viele schöne Schwimmbecken und Pools auf dieser Welt und in jedem ist es natürlich prinzipiell möglich zu ertrinken. In manchen ist die Wahrscheinlichkeit aus unterschiedlichsten Gründen aber um ein Vielfaches höher. Heute werfen wir einen Blick auf die wohl gefährlichsten Schwimmbecken der Welt.

Yulong Shuiyun

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Wellenbäder sind eine sehr beliebte Attraktion in Wasserparks auf der ganzen Welt. Hier haben die Badegäste die Möglichkeit, ungefährliche Wellen zu genießen ohne dafür extra zum Meer fahren zu müssen. Was sich jedoch im Yulong Shuiyun Wasserpark im Juli 2019 abspielte, war so wohl nicht geplant.

Das Wellenbad war an diesem heißen Sommertag besonders gut besucht und die Schwimmer drängten sich dicht im kühlen Wasser, als plötzlich die Technik versagte und eine Welle erzeugte die wesentlich höher war als für den Pool geeignet.

Die Menschen wurden durch die Wasserkraft mitgerissen, in die Luft geschleudert und prallten zurück auf die Wasseroberfläche und den Fliesen des Schwimmbeckens. Die zum Teil schwer verletzten Menschen versuchten verzweifelt und schreiend aus dem Wasser zu entkommen, bevor die nächste Riesenwelle auf sie zurollte. Insgesamt wurden bei diesem Unglück mehr als 44 Menschen schwer verletzt und es grenzt schon an ein Wunder dass es keine Todesopfer gab.

Der Poolbetreiber war zum Unglückszeitpunkt besoffen und Parkmitarbeiter fanden heraus, dass ein Stromausfall für die Erzeugung dieser großen Wellen verantwortlich war. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sich dieses Unglück noch einmal wiederholt. Sehr beruhigend für die Badegäste oder?

Y40 – The deep Joy

Y40 – The deep Joy

Das Y40 in Italien ist mit 42 Metern das derzeit tiefste Schwimmbecken der Welt. Es ist so tief wie ein 14-Stöckiges Gebäude hoch ist und fasst über 4.304.000 Liter Wasser.

Es hat die Form eines traditionellen Schwimmbeckens mit einem zylindrischen Abschnitt der in die Tiefe führt. Wie du dir wahrscheinlich schon denken kannst, ist dieser Pool nicht fürs Streckenschwimmen gebaut worden.

Stattdessen wird es von Tauchern genutzt, die an den im Pool integrierten Höhlen und Felsvorsprüngen ihre Skills trainieren. In einer solchen Tiefe kann jede falsche Bewegung bereits das Leben kosten. Darum muss jeder Taucher im Vorfeld eine Verzichtserklärung unterschreiben.

San Alfonso del Mar Resort

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Der Pool im San Alfonso del Mar Resort in Chile hält den Rekord für das größte Schwimmbecken der Welt. Er erstreckt sich über eine gigantische Fläche von 7,7 Hektar und erreicht eine Tiefe von 3,5 Metern. Insgesamt enthält es 250 Millionen Liter Wasser und die Distanz von einem Ufer zum anderen ist in etwa die gleiche Länge wie die von 20 olympischen Schwimmbecken.

Für diese gigantische Wassermenge wird Meereswasser in den Pool gesaugt und gefiltert. Das verursacht Wartungskosten von rund 3 Millionen Euro pro Jahr. Doch warum sehen die ganzen Bilder hier so Menschenleer aus? Nun, das Problem ist, dass niemand außer ein paar Bootfahrer in dem Schwimmbecken schwimmen darf. Jeder der doch hineinspringt wird sofort von den Sicherheitskräften festgenommen.

Zur Begründung heißt es dass es keine Rettungsschwimmer gibt die die Sicherheit der Badegäste gewährleisten könnten. Gerüchten zufolge ist dort ein paar Jahre nach der Eröffnung ein kleiner Junge ertrunken.

Das Chongqing Schwimmbad

Das Chongqing-Schwimmbad

Im Jahre 2016 war es wieder einmal sehr heiß in der westchinesischen Stadt Chongqing. Das führte zu einem besonders hohen Besucherandrang im örtlichen Schwimmbad. Die Bilder zeigen wie groß dieser Besucherandrang war. Es wurde quasi unmöglich noch irgendeinen Platz im Wasser zu finden.

Unter dieser gigantischen Menge an Badegästen litt die Sicherheit aus gleich mehreren Gründen. Zum einen wurde davon ausgegangen, dass die Wasserqualität wegen der Vielzahl von Badegästen sehr schlecht war und mit vielen krankmachenden Schadstoffen belastet war. Zum anderen wäre es im Ernstfall unmöglich gewesen eine ertrinkende Person schnell aus dem Wasser zu retten. Bei einer Massenpanik wäre dieser Pool wahrscheinlich sehr schnell zur Todesfalle vieler Menschen geworden.

Der rote Pool von Chaweng – The Library

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Das Schwimmbecken verschiedenen Formen haben ist keine Seltenheit. Der Pool im luxuriösen Bibliotheksressort in Thailand hat jedoch eine andere Wasserfarbe als gewöhnlich. Zumindest scheint es auf dem ersten Blick so, denn das Wasser scheint hier blutrot anstatt blau zu sein. Das hat so manchen Schwimmer schon so stark desorientiert, dass er den Pool verlassen musste.

Das luxuriöse Ressort am Strand von Koh Samui Chaweng ist ein design-technisches Meisterwerk und ein Schwimmbecken in dieser Art bekommt man sonst nirgends zu sehen.

In Wirklichkeit ist das Wasser in Chaweng genau so wenig rot, wie das Wasser im hiesigen Schwimmbad blau ist. Der Effekt wird einzig und allein durch die farbigen Kacheln im Pool erzeugt. Im Bibliothekspool sind sie so angeordnet, dass man den Grund des Pools kaum abschätzen kann. Das verstärkt den surrealen Effekt beim Schwimmen nochmals enorm.

Das Eisbecken in Skellefteå

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In Skellefteå finden jedes Jahr im Februar die Skandinavischen Meisterschaften im Winterschwimmen statt. Und diese haben es in sich, denn sie fordern den Teilnehmern eine extreme Ausdauer ab. Der 25 Meter lange Pool wird in einen zugefrorenen Fluss geschnitten. Und das an einem Ort der nur 160 Kilometer vom Polarkreis entfernt liegt. Die Temperaturen fallen hier schnell auf ein unerträgliches Level und das kalte Wasser verursacht ein brennendes Gefühl auf der Haut. Danach verkrampft die Brust und das Atmen fällt schwer.

Bereits nach 15 Minuten im 0-2 Grad kaltem Wasser beginnt die Bewusstlosigkeit und der Tod tritt bald ein wenn man nicht rechtzeitig behandelt wird. Aus diesem Grund stehen am Beckenrand Ärzte, Sanitäter und Taucher bereit um im Notfall eingreifen zu können. Außerdem gibt es eine Sauna und einen Whirlpool neben dem Schwimmbecken indem sich die Teilnehmer schnell wieder aufwärmen können. Diese schwören übrigens auf die gesundheitlichen Vorteile Ihrer außergewöhnlichen Sportart. Sie soll gegen Stress, Schlaflosigkeit und Übergewicht helfen.

The Pool of death

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Es gibt hunderte von schönen Orten auf Hawaii an denen du schwimmen gehen kannst. Einer davon ist bekannt dafür besonders gefährlich zu sein. Darum wird er auch liebevoll Pool des Todes genannt. Man findet ihn in einer kleinen Bucht aus Vulkangestein auf der Insel Kauai.

Das Wasser ist so klar, dass man den Grund erkennen kann und die Wassertemperatur scheint perfekt für ein entspannendes Bad zu sein. Aber die Ruhe täuscht, denn sie kann sich schnell in einen Alptraum verwandeln. Die Wellen die an der Felswand zerschellen können plötzlich an Intensität zunehmen und jeden unachtsamen Badegast gegen das scharfkantige Lavagestein schleudern.

Viele Menschen verloren an dieser Stelle bereits ihr Leben weil sie vom Wasser überwältigt wurden. Trotzdem es einer der gefährlichsten Orte der Welt zum schwimmen gehen ist, ist es nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel.

Nemo 33

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Bis zur Eröffnung des Y40 Beckens in Italien, galt Nemo 33 in Belgien als das tiefste Schwimmbecken der Welt. Es ist 35 Meter tief und mit 2,5 Millionen Liter kristallklarem Quellwasser gefüllt. Trotzdem kann man den Boden von oben kaum erkennen. Die Wassertemperatur beträgt konstante 30 Grad und es gibt Höhlen die man als Amateur und Profitaucher erkunden kann.

Wegen der Gefahren die mit einem so tiefen Becken verbunden sind, gibt es strenge Sicherheitsauflagen für Taucher. Eine davon ist die, dass man dieses Becken niemals alleine betreten darf. Ein Tauchpartner ist also Pflicht. In einer solch großen Tiefe reicht bereits ein kleiner Fehler aus und niemand kann dir zur Hilfe eilen.

Marina Bay Sands

Marina-Bay-Sands

In Singapur gibt es einige der erstaunlichsten Hotelpools der Welt. Einer davon toppt sie aber alle. Das Infinity-Schwimmbecken in der obersten Etage des Marina Bay Sands Hotels ist das höchstgelegene Schwimmbecken der Welt. Ganze 340 Meter über dem Erdboden kann man als schwindelfreier Urlauber bis an den Rand des Gebäudes schwimmen.

Der 360 Grad Blick über die Stadt mag spektakulär sein, dennoch hat dieses unnatürliche Gefühl schon bei vielen Touristen Panikattacken ausgelöst. Auch bei Gewittern ist dieses Schwimmbecken ein besonders gefährlicher Ort, den es schnell zu meiden gilt.

The devils Pool

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Das wohl gefährlichste Schwimmbecken der Welt ist vor über 1000 Jahren auf natürlichem Wege entstanden. Es scheint unglaublich dass sich jemand freiwillig dazu entscheidet hier baden zu gehen. Der Teufelspool liegt an der Abbruchkante der Victoriafälle In Sambia. Die etwas höheren Felsen der Kante verhindern das Herunterfallen in den sicheren Tod. Zumindest im Idealfall. Der kleine Nebenstrom ist bei Touristen ein besonders beliebter Ort für Selfies. Ein falscher Schritt auf den glitschigen Steinen reicht jedoch aus und alles ist vorbei.

An manchen Tagen ist die Strömung stark genug um einen Menschen unter Wasser oder über die schützende Abbruchkante zu spülen. Es gab in den vergangen Jahren bereits mehrere Todesfälle und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es in Zukunft noch mehr geben wird.

Video zum Artikel auf Marvs Lifestyle Channel

Quellenangabe

Die nachfolgenden Quellen beziehen sich auf den Artikel und das folgende Youtube-Video: https://youtu.be/JcNtE6txMyA

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  • By Bjørn Christian Tørrissen - Own work by uploader, http://bjornfree.com/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63327180
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